Ein richtiges Herzens-Törtchen

… versteht mich nicht falsch, es gibt viele Torten die mir sehr sehr am Herzen liegen. Es gibt kaum Torten die mir nicht am Herzen liegen – eigentlich 😀

ABER es gibt einfach manche, die sind noch ein kleines Futzi „mehr“ für mich.
Und genau so ein kleines Törtchen hab ich für meine bayrische Ersatz-Omi zu Beginn diesen Jahres gemacht.

Nach einigen  Jahrzehnten (ok vielleicht wars nur 1) hab ich es endlich wieder in die schöne Stadt München auf einen Besuch geschafft und diesmal quasi gerade rechtzeitig zum Geburtstag unserer deutschen Nachbarin. Sie und ihr Mann haben sich vor (nun tatsächlich) einigen Jahrzehnten eine alte Schiessstatt in unserem Ort gekauft, an ihrem ursprünglichen Ort ab- und gegenüber meinem Heimatshaus wieder aufgebaut.
Schon ein Wahnsinns-Projekt wenn man genauer darüber nachdenkt.

Für mich wurde diese Tatsache dann interessant als ihre Enkelin Sophie ihre Sommer-, Herbst-, Winter-, Semester-, Oster- und Pfingstferien (*lufthol*) in unserem kleinen Städtchen verbrachte. Ich denke immer wieder gerne an die Zeit zurück als das Leben noch aus Radfahren, Tiere erforschen und Baumhäuser bauen bestand. Zwischen den Ferien schickten wir uns dann eben Briefe weil die Zeit doch zu lange war und damals war noch nix mit Internet und Handys 🙂

Kurzum: Ich gewann eine sehr sehr liebe Freundin und ein bisschen eine zweite Familie.

Daher war es mir eine besondere Freude für die liebe Omi ein Mitbringsel zu zaubern. Es sollte klein sein und im Zug einfach zu transportieren. Daher wurde es eine Schoko-Torte gefüllt mit Marmelade und das war gut so – denn dummerweise gab es auf meiner Fahrt zusätzlich noch einen Zwischenfall mit herrenlosen Koffern was einen Aufenthalt + fast-Zug-wechseln-müssen-und-im-letzten-Moment-dann-doch-nicht mit sich brachte. (Der Umstand dass ich auch noch am Abend vor der Abfahrt krank wurde machte diese Prozedur noch einen Tick spannender 😉 )

Egal, genug mit den unnötigen Informationen, hier die Bilder ❤

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Endlich mal Baby-Chucks hier!

Im Moment geht es ja Tortentechnisch etwas ruhiger zu bei mir aber auf diese Torte habe ich mich schon seit einiger Zeit gefreut. Der 2. Sohn meiner besten Freundin wurde getauft und ich durfte eine tolle Torte für sie machen.
Sie schickte mir diese schöne Vorlage von Torteneleganz und ich setzte sie mit kleinen Änderungen wie gewünscht um. Sie wollte einmal etwas „anderes“, trotzdem als Tauftorte erkennbar und: BABY CHUCKS. Die Eltern von dem kleinen Paul Josef quasi von-Geburt-an-Converse-Träger, da müssen die ja einfach drauf!

An dieser Stelle geht natürlich ein Dank an Grit, für die Idee!

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Goldene Hochzeit für eine goldene Zukunft

Seit einigen Monaten freue ich mich schon die Hochzeitstorte für Johannes und Bernd machen zu dürfen. Ich wusste schon im Vorhinein, dass es etwas ganz besonderes werden wird.
Natürlich ist es immer hilfreich wenn man für das Design vom Brautpaar Input bekommt. In diesem Fall war es sehr detaillierter Input. Aber zu einer perfekt geplanten Hochzeit gehört natürlich auch eine perfekt geplante Torte und die beiden wollten sich dabei auf keine Zufälle einlassen 🙂

vorgabe

die Vorgabe

Farbliches Thema war „weiß und gold“ welches sich in der Vorgabe links auch widerspiegelte. Durch die blauen Anker und das blaue Band bekam die Torte noch den letzten Schliff.

Wie schon erwähnt, war wirklich alles sehr gut durchdacht und perfekt organisiert. Ich habe dann am Tag der Hochzeit die Torte zur Location gebracht: der Garten von Bernds Eltern.
Mir blieb – ohne Scheiss – der Mund vor Staunen offen. Ohne jetzt die anderen Brautpaare von diesem Jahr beleidigen zu wollen: Ich habe noch nie so eine perfekt dekorierte Location gesehen. Man musste wirklich lange lange schauen um alles gesehen zu haben. Tatsächlich, Hut ab meine Herren!
Bernds Mama hat uns dann verraten, dass die gesamte Familie fleißig mitgeholfen hat. web_20161001-img_8611Anders könnte ich es mir auch wirklich nicht vorstellen. So viele liebevolle Details und so perfekt arrangiert. Leider war noch nicht alles komplett fertig als wir dort waren. Es wurde noch ein bisschen geschraubt und gehämmert, die Blumendeko war (LEIDER LEIDER) noch nicht komplett und Stehleitern standen noch im Zelt und so sind die Fotos die ich noch schnell gemacht habe nicht ganz so perfekt wie es im Endeffekt war.

Die Blumendeko konnten wir dann aber doch noch ein wenig erahnen als wir im Schloss ankamen wo die tatsächliche Zeremonie stattfand.
Ein roter Teppich mit Fackeln, wunderschöne Kerzenleuchter mit Blumen rundherum, in der Kapelle ein floraler Bogen mit Lichterketten und große Vasen mit einem traumhaften runden Blumenschmuck obenauf.

Überall waren die Farben und das Symbol der Hochzeit – der Anker – zu sehen und rundeten das Konzept stimmig ab. web_20161001-img_8638

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Sollte ich jemals heiraten, weiß ich wohl schon wer meine Weddingplanner sein werden 🙂

Nun aber genug von der Schwärmerei, ein paar kleine Fakten zu meiner Torte und dann dürft ihr die Bilder genießen.
Der unterste Stock war ein Schokokuchen mit Marillenmarmelade gefüllt, die Mitte bestand aus einem Vanillewunderkuchen mit Topfen-Mascarpone-Mango Füllung und der oberste Stock war – ganz wichtig – von den Bräutigamen gewünscht: Eine Esterhazy Torte. Zwischen den Schichten der Esterhazy-Masse habe ich Pudding-Buttercreme mit geriebenen Haselnüssen eingestrichen und für die goldene Struktur aussen eine Swiss Meringue Buttercreme.
Also, eigentlich eine Swiss Meringue Ceres Creme (Hinweis für alle die Ceres nicht kennen: es ist 100% Kokosfett welches bei Zimmertemperatur fest bleibt), damit die Butter nicht davon läuft wenn die Torte einige Zeit bei Zimmertemperatur stehen bleibt. Dabei habe ich ganz einfach gleich viel Ceres wie Butter verwendet. Diese Creme hab ich zum 1. Mal versucht und ich hatte Angst, dass sie vielleicht merkwürdig schmecken könnte aber ich muss sagen sie war weit besser als erwartet 🙂

Zum Schluss möchte ich noch sagen: lieber Hannes, lieber Bernd, ich bin stolz, dass ich eure Hochzeitstorte machen durfte. Es war eine wunderschöne Hochzeit und es hat mein Herz berührt an diesem Tag teilhaben zu dürfen. Ich wünsche euch alles Glück der Welt für eure gemeinsame Zukunft.
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Vintage Torte

Zur Hochzeit von Diana & Florian durfte ich mich an einen Stil heranwagen der mir persönlich auch sehr sehr gut gefällt. Die Einladungen und die Deko auf der Hochzeitstafel waren mit Spitze, Perlen und mit Garn dekoriert. Die Einladung trug auch eine kleine pastell-rosane Rose.

Beim Blättern in meinen Büchern wurde ich im Buch von Peggy Porschen Sweet Flowers
fündig mit einer Anleitung für eine Vintage Blüten-Pracht mit genau diesen pastell-rosanen Rosen wie auf der Einladung.

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Mit der Anleitung kam ich auch sehr gut zurecht und ich bin sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen.

Die Füllung sollte Vanillewunderkuchen mit Mascarpone/Heidelbeercreme sein und eiweb_20160903-IMG_8444nmal Schokolade mit Vanille-Oberscreme.

Neben der Blüten habe ich eine Plakette mit den Initialen des Brautpaares gemacht. Dazu habe ich einen eigenen Ausstecher, mit dem ich im selben Rosa der Rosen eine Plakette ausgestochen habe und die Initialen frei Hand mit Gelfarbe in Braun mit einem dünnen Pinsel aufgemalt. Trocknen lassen habe ich das Ganze dann auf der Backform, welche ich vorher mit web_20160903-IMG_8445Folie abgedeckt habe, damit die Plakette auch nicht kleben bleibt und so die Form bekommt mit der ich sie danach ankleben kann.

Neben der Plakette bekam der obere Stock noch essbare Spitze in weiß welche man auch ruhig schon einige Tage vorher herstellen kann. Dabei die fertige Spitze in Folie verpackt lagern.

Die Plakette bekam noch essbare Perlen als Umrahmung und mit der Spitze kamen wir schon in die richtige Richtung.

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Das Stecken der Blüten war noch ein größerer Aufwand als vorher gedacht, daher kann ich meine Erfahrung hier nur weiter geben und sagen: früh genug anfangen UND genug Blumen vorbereiten! Da habe ich auch wieder was gelernt .. hehe.

Aber jetzt genug der Worte, hier die Fotos vom fertigen Prachtstück 🙂

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