Eine Tauftorte für ein süßes kleines Mädchen

Ach, da sehe ich gerade, dass ich euch noch ein Projektchen von Anfang Dezember schuldig bin. Eine Bekannte hat mich gebeten für ihre Tochter die Tauftorte zu backen. Sie entschied sich dabei für eine Buchform mit hellem Biskuit und Joghurt-Creme in hell-türkis eingedeckt mit rosa Schrift und ein Engel aus Porzellan sollte zum Schluss noch drauf. Reichen sollte die Torte für 20 Leute.

2014_12_12Tauftorte17

Klar, meine Nerven lagen schon mal blank weil: noch nie eine Buchform gemacht und schon gar nicht für 20 Leute!

Als erstes überlegte ich wie ich die Buchform am Besten machen sollte. Eine Bekannte sagte mir dann, dass sie die Buchform immer mit 3 Blech Biskuit macht und dann in Buchform zurechtschneidet. Somit versuchte ich erst ein Biskuit mit 5 Eier (wie Mami immer macht für eine Roulade). Diese wurde dann doch recht dünn. Also der nächste Boden mit 6 Eiern, der dritte dann doch noch mit 7 Eiern und der vierte nochmal mit 6 Eiern.

Sprich, ich benötigte insgesamt für die Biskuits:

24 Eier
ca 590g Staubzucker

ca 480g Mehl
4 Prisen Backpulver

Die Böden machte ich schon Mittwoch abends und packte sie nach dem Abkühlen luftdicht in Frischhaltefolie ein, damit sie nicht austrockneten.

Donnerstag Abend war geplant die Creme zu machen und die Torte zu füllen. Ich hatte:

1 Liter Naturjoghurt
1/2 L Schlagsahne
Staubzucker nach Geschmack (hab ich nicht gewogen, nur gekostet 🙂 )
12 Blätter Gelatine

Saft einer Zitrone

Die geschlagene Sahne hob ich unter den Joghurt, den ich schon mit Zucker und Zitrone abgeschmeckt hatte. Die Gelatine bereitete ich nach Packungsanleitung zu und als sie flüssig war, gab ich ein paar Esslöffel der kalten Creme zur warmen Gelatine um sie langsam zu kühlen und dann die Gelatine als Ganzes in die Creme.
Dann kam die Creme in den Kühlschrank, damit sie etwas fester wird und begann inzwischen den Fondant türkis einzufärben. Ich besitze nämlich keinen Backrahmen und damit mir die Creme nicht davon rinnen würde beim Füllen, sollte sie etwas anziehen.

LEIDER war ich dabei zu voreilig und nach 1 Stunde Kühlzeit der Creme stellte ich fest, dass es FETTE Gelatineklümpchen gab, die man so einfach nicht lassen konnte. Also schmiss ich um 22 Uhr gleich mal die Nerven weg, da ich natürlich nicht die doppelte Menge eingekauft hatte.
Im Internet las ich, dass man die Creme durch ein Sieb streichen soll um die Klümpchen raus zu bekommen. Ein Anruf bei meiner Schwester rettete mich dann auch. Sie hatte ein Sieb zuhause welches gerade grob genug war um die Creme durchstreichen zu können und auch nicht zu grob, dass die Klümpchen durchfallen würden.
Nach gefühlten tausend Stunden Creme durchstreichen konnte ich dann nochmal Gelatine auflösen und diesmal rührte ich die gesamte Creme in die Gelatine langsam ein, damit mir nicht wieder der selbe Blödsinn passiert.
Dann bestückte ich den ersten Boden mit einem „Rahmen“ aus dem geschnittenen 4. Biskuitboden. Dafür bestrich ich die Ränder des 1. Bodens mit etwas Marmelade und klebte so den Rand fest. So entstand eine Art „Schachtel“ in die ich die Creme füllen und einen weiteren Boden als Deckel darauflegen konnte. So kam das Ganze über Nacht in den Kühlschrank.
Am nächsten Morgen lief ich gleich früh morgens wieder zum Einkaufen und holte nochmal so viele Zutaten für die Creme, denn diesmal wollte ich wirklich auf Nummer sicher gehen.

Ich rührte nochmal eine Creme an, ließ sie im Kühlschrank etwas anziehen und baute dann noch eine Schachtel für einen 2. Füllvorgang. Ganz oben verwendete ich dann den dicksten Boden (mit 7 Eiern) damit ich ihn noch etwas zurecht schneiden konnte.

boeden Nach ewiger herumschnipplerei, kam das Ganze wieder in den Kühlschrank. Nachmittags schmierte ich die Torte mit Marillenmarmelade ein. Meine Bekannte hatte das so gewünscht und somit verwendete ich eine Marmelade mit möglichst hohem Zuckeranteil damit sich der Fondant nicht auflösen würde aber trotzdem an der Torte kleben würde.

Mit Hilfe von 2 Aushilfshänden hob ich die riesige Fondantdecke auf die Torte und glättete so gut es ging. Die Blüten hatte ich schon in den Tagen davor vorbereitet (siehe meinen Beitrag über Hortensien) und wurden so wie die Buchstaben mit Zuckerkleber angeklebt. Den Engel klebte ich nicht an, da er ohnehin nicht essbar gewesen wäre.

deko

Sie schickte mir später noch ein Foto vom Anschnitt, da war ich dann endgültig beruhigt 🙂

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2 Gedanken zu “Eine Tauftorte für ein süßes kleines Mädchen

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